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Glossar · PlanzV (Planzeichenverordnung)

Nutzungsschablone (Planzeichen)

Die Nutzungsschablone ist ein standardisiertes Symbol im Bebauungsplan, das die wichtigsten Festsetzungen für ein Baugebiet kompakt zusammenfasst. Sie ist der Schlüssel zum Lesen eines B-Plans und wird nach der Planzeichenverordnung (PlanzV) dargestellt. Eine typische Nutzungsschablone enthält (von oben nach unten): den Gebietstyp (z. B. WA für Allgemeines Wohngebiet), die Grundflächenzahl (GRZ, z. B. 0,4), die Geschossflächenzahl (GFZ, z. B. 0,8), die Zahl der Vollgeschosse (in römischen Ziffern, z. B. II), die Bauweise (o = offen, g = geschlossen) und ggf. die Dachform und Dachneigung. Die Anordnung ist normiert: Die obere Zeile zeigt immer den Gebietstyp, darunter folgen die Masse der Nutzung. In manchen B-Plänen werden zusätzlich die Traufhöhe, Firsthöhe oder besondere Festsetzungen in der Schablone dargestellt. Die Nutzungsschablone findet sich in der Planzeichnung des B-Plans direkt in dem Baugebiet, für das sie gilt. Ein B-Plan kann mehrere Nutzungsschablonen enthalten, wenn verschiedene Baugebiete unterschiedliche Festsetzungen haben. Lese die Nutzungsschablone von oben nach unten — dann weisst du auf einen Blick, was auf dem Grundstück möglich ist. darfichbauen.de zeigt dir diese Festsetzungen digital aufbereitet, sodass du die Schablone nicht selbst im Plan-PDF entziffern musst. Nicht jeder B-Plan verwendet eine Nutzungsschablone. Manche Pläne regeln die Festsetzungen ausschliesslich über den Textteil. Bei älteren B-Plänen kann die Darstellung auch von den heutigen PlanzV-Vorgaben abweichen. Die Nutzungsschablone ist das zentrale Werkzeug für alle, die einen B-Plan schnell einordnen wollen. Wenn du die Symbole verstehst, kannst du innerhalb weniger Sekunden erkennen, was auf einem Grundstück gebaut werden darf.

Beispiel